Herausforderungen im Gartenbau mit neuer Technik begegnen
Angesichts wachsender Probleme durch Klimawandel, neue Schaderreger und Personalengpässe rückt im Gartenbau moderne Technik stärker in den Fokus. Das wurde bei der Wintertagung der Sondergruppe Azerca im Zentralverband Gartenbau in Sonthofen vom 30. November bis 2. Dezember 2025 deutlich.
Mögliche neue Wege, auch im Rahmen der im Green Deal vorgesehenen Pflanzenschutzmittelreduktion im Anbau handlungsfähig zu bleiben, zeigte Prof. Dr. Gabriele Krczal, Geschäftsführerin der Agroscience GmbH, Neustadt auf: Mittels der doppelsträngigen RNA können Gene von Schaderregern ausgeschaltet werden, die für sie lebenswichtig sind. Dabei handelt es sich nicht um Gentechnik, da RNA keine genetische Veränderung bewirkt. Erste Zulassungen des Verfahrens sind nun auch in Europa beantragt.
Zukunftsweisende Technik sahen die 75 Teilnehmer der Tagung im Betrieb Hiedl GbR in Altusried. Seit einigen Monaten arbeitet der Jungpflanzenbetrieb nun auch mit Steckrobotern, die sehr flexibel unterschiedliche Kombinationen von Stecklingen zuverlässig stecken können. Personalengpass und steigende Löhne können so bewältig werden.
Der Betrieb Hiedl hat sich auf Stecklinge und Jungpflanzen spezialisiert und wird von den Betriebsnachfolgern Vincent, Lorenz und Katharina in unterschiedlichen Bereichen und mit ihren jeweiligen Kompetenzen geführt.
Zum Abschluss der Tagung besuchten die Teilnehmer die Firma Fendt in Marktoberdorf.
Die nächste Azerca-Wintertagung findet am 29. November - 1. Dezember 2026 in Neuss statt.